Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Heute präsentieren wir euch den zweiten Teil unseres kleinen Specials direkt vor Halloween. Was verbindet ihr mit dem amerikanischen Gruselfest? Unserer Redaktion kam gleich das Wort "Verkleidung" in den Sinn. Und Verkleidung plus Japan ergibt in unseren Köpfen: COSPLAY!

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Pokémon - Edition Sonne

Originaltitel: ポケットモンスター サン
 
Der Umzug von der Kanto- in die Alola-Region steht kurz bevor. Habt ihr eure Taschen schon gepackt?
Inhalt Das Spiel startet mit einem Anruf von Professor Kukui aus der Alola-Region. Kukuis Forschungen konzentrieren sich auf die Attacken der Pokémons. Dabei kennt seine Leidenschaft kaum eine Grenze und er lässt sich sogar von den Attacken selbst treffen, um ihre Wirkung besser beurteilen zu können. Grund für diesen Anruf ist unser baldiger Umzug in die Alola-Region.

Noch nicht einmal alle Umzugskartons ausgepackt, bekommen wir schon Besuch vom Professor. Dieser heißt uns herzlich Willkommen und will mit uns in die Nachbarstadt gehen. Dort sollen wir beim Inselkönig vorstellig werden und unser erstes Pokémon erhalten. Also schnappen wir uns unseren Rucksack sowie unsere Mütze und begleiten Professor Kukui.

In einer Cutscene sehen wir außerdem, wie ein Mädchen mit einer Sporttasche, die besonders in den Fokus gerückt wird, vor zwei Verfolgern wegrennt. Was hat es damit wohl auf sich?




Pokémon Sonne - [3DS]
Erscheinungstermin:23.11.2016
Preis (Amazon):39,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Strategie
Konsole:Nintendo 3DS
Dt. Publisher:Nintendo
Entwickler:Nintendo
Sprache:deutscher Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 0
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1
Spielzeit:40+
Vergleichbares:Yo-Kai Watch

UmsetzunG Rund eine halbe Stunde benötigt das Spiel für die Begrüßung und das darin integrierte Tutorial. Es ist wirklich schön und durchdacht in Szene gesetzt. Ärgerlich ist jedoch, dass man die Erklärungen nicht überspringen kann. Diese sind für erfahrene Spieler einfach nicht mehr notwendig.

Natürlich kann der Spieler auch dieses Mal zwischen einem männlichen und einem weiblichen Charakter wählen. Dabei hat man pro Geschlecht jeweils fünf Designs zur Verfügung. Zu guter Letzt benennt man seinen Charakter und los geht‘s. Im Verlauf des Spiels ist es wieder möglich, Kleidung für die Spielfigur zu kaufen.

Wie man es vom Franchise kennt, wurden die NPCs liebevoll gestalten und lassen die Spielwelt aufleben. Einzige Ausnahme ist das Team Skull. Leider wurde das Team so überspitzt dargestellt, dass es am Ende nur noch lächerlich wirkt. Das Insel-Design erinnert, nicht zuletzt wegen der Kleidung der Figuren, an Hawaii. Aber hier fehlt auch das altbekannte hohe Gras nicht. Es ist gut gelungen und bietet vor allem Abwechslung gegenüber den vorigen Editionen. Selbstverständlich wurde auch der Soundtrack dem sonnigen Spielort angepasst.

Eine sinnvolle Neuerung ist das Pokémobil. Anstatt der bekannten VM-Attacken, kann man mit diesem Feature direkt ein Pokémon herbeirufen, das beispielsweise fliegen oder schwimmen kann. Dies ist deutlich logischer, denn warum sollte man einem Wasserpokémon erst beibringen müssen, wie es einen übers Wasser trägt…? Besonders praktisch ist, dass man das benötigte Pokémon nicht einmal in der Sammlung haben muss.




Wieder gibt es den Faktor „Zuneigung“. Wie stark ein Pokémon an seinem Trainer hängt, beeinflusst die Attacken und bei einigen Taschenmonster die Entwicklung. Um die Zuneigung zu steigern, muss man das Pokémon schmusen, pflegen und füttern. Dies kann man jederzeit machen, indem man es über das Menü aufruft. Außerdem wird nach jedem Kampf dieser Pflegebildschirm geladen. Die kleinen und großen Kämpfer machen sich nämlich schmutzig und müssen deshalb gesäubert werden. Obwohl es wirklich liebevoll animiert wurde, kann es auf Dauer schon anstrengend werden.

Das Kampfsystem bleibt zu den vorigen Versionen gleich. Dennoch gibt es ein paar Änderungen. Zum Beispiel werden die Statuswerte der Pokémon nun angezeigt. Anstatt den Aussagen wie „Die Attacke ist nicht sehr effektiv“ gibt es jetzt eine aussagekräftige Angabe, wie stark die gewählte Attacke ist. Ein zweischneidiges Schwert ist allerdings die Neuerung, dass wilde Pokémons Verstärkung rufen können. Fürs Leveln ein Segen, denn man erhält in nur einem Kampf entsprechend mehr Erfahrung. Den Fang eines Pokémon erschwert es allerdings. Denn solange die Verstärkung nicht außer Gefecht gesetzt ist, gibt es keine Aussicht auf Erfolg. Leider gibt es Grafik-Ruckler wenn man gleichzeitig gegen mehrere Pokémons kämpft. Dies ist jedoch zu verschmerzen und mindert nicht den Spielspaß. Aber da die wilden Pokémon häufig Verstärkung rufen, begleitet einen dieser Grafikfehler durch das gesamte Spiel.

Die wohl gravierendste Veränderung ist die Abschaffung der Arena-Kämpfe. Stattdessen wurden die Inselprüfungen eingeführt. Alola besteht aus vier Inseln. Auf jeder dieser Inseln müssen eben diese Prüfungen ablegt werden. Die Prüfungen bestehen beispielsweise darin, bestimmte Pokémon zu finden oder sonderbaren Ereignissen auf den Grund zu gehen. Schließlich steht einem noch der Kampf gegen die sogenannten „Herrscher-Pokémon“ bevor. Diese Pokémon sind natürlich etwas Besonderes. Nicht nur besitzen sie starke Attacken, sondern können mit ihrer außergewöhnlichen Aura auch die Statuswerte erhöhen. Insgesamt sieben Prüfungen gilt es zu bestehen und somit logischerweise auch sieben Herrscher-Pokémon. Anstatt eines Ordens bekommt man Z-Kristalle. Diese Kristalle können nur einmal pro Kampf verwendet werden und rufen eine starke Attacke hervor. Eingeleitet werden die Z-Attacken durch einen putzigen Tanz.




Auf dem Festival-Plaza können, dank Online-Funktion, Spieler aus aller Welt gegeneinander kämpfen oder tauschen. Aber das ist noch nicht alles. Ihr könnt gemeinsam an Spektakeln teilnehmen, diese sogar selbst veranstalten und euren Festival-Plaza zudem selbst gestalten. Mit den Aktivitäten sammelt ihr Münzen und steigt im Rang auf. Als Belohnung gibt es neue Funktionen und der Spieler kann bessere Buden platzieren. Der Spieler sollte auf keinen Fall die Besucher des Festival-Plaza vernachlässigen. Nicht nur sind sie praktisch, um an die begehrten Münzen zu kommen, sondern auch, um neue Buden oder Kleidung zu bekommen.

Zum Schluss vielleicht den größten Wehmutstropfen: Für ein Pokémon-Spiel gibt es eine außergewöhnlich spannende Geschichte. Aber leider hapert es an deren Inszenierung. Zu Gunsten der Kämpfe werden die Zeiträumen zwischen den Handlungsblöcken einfach zu groß.
Verpackung Das Spiel befindet sich in einer handelsüblichen Plastikhülle, die für 3DS-Spiele verwendet wird. Außerdem ziert wieder einmal das legendäre Pokémon das Cover.

Die Editionen erschienen zusätzlich in einer Sonderedition. Hier gab es beim Kauf neben der normalen Hülle noch ein Steelbook dazu.
+ abwechslungsreiches Setting
+ interessante Handlung
+ einige Neuerungen
- verbesserungswürdige Inszenierung
- Grafik-Einbrüche beim Kampf gegen mehrere Pokémon
- keine Arena-Kämpfe
Fazit Wie man es von den vorigen Versionen kennt, gibt es ebenfalls in „Pokémon Sonne“ jede Menge zu erledigen, auch abseits der Haupthandlung. Den meisten Spielern werden wohl die alten Arena-Kämpfe fehlen. Aber selbst, wenn einem die Insel-Herausforderungen nicht gefallen, wird man an dem Spiel viel Freude haben. Denn letztendlich bleibt, trotz den Veränderungen, Pokémon eben Pokémon.
Grafik
Grafik
2.5

Sound
Sound
2.5

Steuerung
Steuerung
1

Story
Story
2.5

Gesamtnote


1.9
Gamedesign
Gamedesign
2.5

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
2.5

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
1

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
1

Autor:
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 06.01.2017
Bildcopyright: GAME FREAK inc., Nintendo


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